Erste gemeinsame Klage in Europa mit Brother führt zu Zerschlagung von Tonerfälscherring

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Als Amazon und Brother ein Netzwerk aufdeckten, das leere Original-Tonerkartuschen von Brother aufkaufte, sie mit nicht originalem Pulver auffüllte und gefälschte holografische Etiketten anbrachte, um einer Entdeckung zu entgehen, wurde das Ausmaß und die Organisation der kriminellen Operation deutlich. Einzelne Verkäufer zu stoppen, würde die zugrunde liegende Infrastruktur nicht zu Fall bringen.

Amazon und Brother brachten ihre Beweise in einer gemeinsamen Klage 2022 vor das Landgericht Berlin und vor die deutschen Strafverfolgungsbehörden. Im Jahr 2024 führten die Berliner Behörden eine groß angelegte Razzia im Morgengrauen durch, die sich gegen den mutmaßlichen Fälscherring richtete und Teil der Vollstreckungsmaßnahmen in diesem Fall war. Im Jahr 2025 verurteilte das Landgericht Berlin 18 Angeklagte und sprach Brother 500 000 Euro Schadenersatz zu, mit der Möglichkeit, weitere Ansprüche geltend zu machen. Das Gericht ordnete die Vernichtung rechtsverletzender Waren an und forderte die Beklagten auf, ihre Aktivitäten offenzulegen, sprich Produktbeschaffung, Verkaufsdaten, das gesamte Netzwerk. Der Fall gilt als Präzedenzfall für die koordinierte Durchsetzung von Rechtsansprüchen gegenüber organisierten Fälschungsnetzwerken.

„Der Schutz unserer Kunden und Partner vor gefälschten Produkten hat für Brother höchste Priorität. Gefälschte Produkte untergraben nicht nur das Vertrauen, sondern können auch Geräte beschädigen, die Druckqualität beeinträchtigen und durch nicht konforme Materialien und unsachgemäße Entsorgung ein Risiko für die Umwelt darstellen. Dieses Urteil sendet die klare Botschaft, dass wir entschieden gegen organisierte Fälschungsnetzwerke vorgehen werden.” – Matthias Kohlstrung, Geschäftsführer, Brother Deutschland.

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